Wir sind AfD – und teuer

Dass man die AfD mit Fug und Recht als rechtsextreme Partei bezeichnen kann, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die einzigen, die dieser Bezeichnung bis heute vehement widersprechen, sind – eh klar – die Rechtsextremen und deren Mitläufer von der AfD. Die einfachste Möglichkeit, den Rechtsextremismus der AfD zu belegen, sind natürlich die entsprechenden Äußerungen diverser Parteifunktionäre. Dazu gibt es eine Website, die unter der Adresse

www.wir-sind-afd.de

diverse entlarvende, offen rassistische und rechtsradikale Parolen von AfD-Granden wie Bernd Höcke und deren Knechten aus den Niederungen des braunen Sumpfs dokumentiert. Und da alle diese Zitate mit Quellen belegt sind, hat die AfD rechtlich keine Handhabe dagegen.

Also haben sich die Rechtsextremen eine besonders perfide Hintertür gesucht: das Namensrecht. Dann da die Adresse die Buchstaben „afd“ enthält, reklamiert die Partei für sich ein Anrecht auf diese Domain – der unbedarfte Verbraucher könnte ja denken, es handele sich um einen offiziellen Internetauftritt der Partei. Die unendliche Schwachsinnigkeit dieser Argumentation erschließt sich jedem normal denkenden Menschen natürlich auf den ersten Blick. Und so verwundert es dann auch nicht wirklich, dass die fähige deutsche Justiz den Blaubraunen in erster Instanz trotzdem Recht gegeben hat.

Für den Betreiber wird das ganze damit ein teurer Spaß. Alleine für die Verarsche in der ersten Instanz sitzt er zur Zeit auf runden 9.500 Euro Kosten. Und eine Berufung – deren Erfolg auch nicht garantiert ist – würde das mindestens verdoppeln. Deshalb gibt es eine Hilfsaktion, um Nathan beim Stemmen dieser Kosten unter die Arme zu greifen:

https://www.leetchi.com/c/hilfe-fuer-zeitschlag

IMO eine unterstützenswerte Angelegenheit, gilt es doch, zu verhindern, dass die AfD kritische Stimmen einfach durch juristische Winkelzüge mundtot macht. Vor allem, weil die Rechtsextremen durch ihren Einzug in den Bundestag und die damit verbundene staatliche Parteienfinanzierung ihre Kosten einfach aus unseren Steuern decken können.

In diesem Sinne: Klickt auf den Link, lest es euch durch, und denkt drüber nach, ob ihr ein paar Mark locker machen könnt. Denn eines ist inzwischen glasklar: Die AfD ist der gefährlichste Feind der Demokratie in Deutschland, und wir können ihn nur gemeinsam bekämpfen.